Schullandheim Badenstedt
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Dein Badenstedt - Dein Erlebnis

 

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Tagebucheinträge von SchülerInnen aus dem Jahr 1980

Tagebuch des Schullandheimaufenthalts der Klasse 4a der Schule Delfter Strasse vom 8.9. - 18.9.1980 in Badenstedt:

Tagebuch von 1980
Tagebuch1980.pdf (14.83MB)
Tagebuch von 1980
Tagebuch1980.pdf (14.83MB)



Zur Geschichte des Schullandheimes in Badenstedt

Bevor Gebäude und Grundstück seit 1939 als Schullandheim genutzt wurden, hatte das Gelände des Schullandheimes Badenstedt bereits ein wechselvolle Geschichte hinter sich.

Ungefähr im Jahr 1860 wurde an dieser Stelle von Peter Glinsmann eine Ziegelei gegründet. Die Gruben, aus denen der Ton gewonnen wurde, finden sich noch heute auf unserem Gelände sowie ca. 200 m die Landstraße hinunter auf der rechten Seite Richtung Badenstedt. Die Ziegelherstellung wurde während des 1. Weltkrieges aufgegeben.

Die große Eiche, die neben dem Gebäude steht, ist wahrscheinlich zur Gründung der Hofstelle gepflanzt worden.

Über die Erben von Peter Glinsmann gelangt die Stelle in den Besitz von Johann Eckhoff, Hinrich Eckhoff und Peter Meyer. 1910 gab es auf dem Gelände zwei Wohnhäuser.

1920 wurde ein Haus mit Platz davor abgetrennt und von Johann Diedrich Dormann erworben.

Der heutige Teil des Grundstücks kam 1925 in den Besitz von Heinrich Dierhoff, Landwirt in Badenstedt, im Jahr 1932 ist die Ferdinand Jacobson oHG als Eigentümer eingetragen.

1933 wechselte der Eigentümer erneut und Wilhelm Freudenthal aus Zeven erwarb das Grundstück.

1939 kam es dann zur Nutzung des Gebäudes als Bremer Schullandheim. Der Landheimverein der höheren Schulen in Bremen-Vegesack erwarb Gebäude und Gelände zum Betrieb eines Schullandheimes.

Aus den Jahren des 2. Weltkrieges liegen keine Informationen vor, aber spätestens seit 1951 wurde das Haus wieder als Schullandheim genutzt. Aus den Jahr 1950 existiert jedenfalls eine Rechnung über 10 Betten (Stück 11,- DM). Zwischenzeitlich hat es anscheinend eine Nutzung als Altersheim gegeben (mündliche Mitteilung des ehemaligen Hausmeisters Willy Fromm).

Die Oberschule Vegesack verpachtet das Heim an den Elternverein der Schule Lange Reihe e. V.. 1. Vorsitzende seit 1955 ist Klara Meuer. 1961 wird der große Waschraum als Nebengebäude angebaut.

Der Elternverein Lange Reihe geht über in den EV Lissaer Str. Im Jahr 1966 übernimmt H. H. Lenz den Vorsitz. Das Landheimgelände wird 1967 von der 41. Panzerbrigade Seedorf planiert und erhält somit die heutige Gestalt mit Fußballplatz, Spielwiese und Lagerfeuerwiese. 1969 wird der große Schlafraum im 2. Stock umgebaut und die heutige Zimmeraufteilung vorgenommen, Der Grundbesitz verbleibt beim Landheimverein der höheren Schulen Vegesack e. V., der 1972 aufgelöst wird. Nachfolgender Eigentümer ist das Gerhard - Rohlfs - Gymnasium in Vegesack (bis 1978), der dann schließlich das Heim an den Elternverein der Schule Delfter Str. e. V. überträgt.

Im Jahr 1974 ruht der Heimbetrieb. Gebäude und Grundstück werden als "herrenlos, vernachlässigt und z. T. verkommen" beschrieben (V. Herrmann, Rechnungsprüfer). Um 1975 herum wechselt der verantwortliche Elternverein an die GS Delfter Str.
Dr. Uwe Stellmann als 1. Vorsitzender zeigte sich seitdem verantwortlich für Betrieb und Unterhalt des Schullandheimes.

Aus dem Jahr 1977 liegt ein Bericht über den Neuanfang des SLH Badenstedt vor. Die gelben Fliesen in der Küche stammen aus diesem Jahr. Die Übernachtungskosten betragen 3,50 DM!

In den folgenden Jahren erfolgen durch den tatkräftigen Schulverein erhebliche Instandhaltungsarbeiten: 1978 werden die Schrankwände in die Zimmer eingebaut, 1979 erfolgt die Verblendung des Außenmauerwerks, so wie sie noch heute besteht. 1982 wird das Dach neu eingedeckt und die Gaube im heutigen Mädchenwaschraum aufgerichtet.

1994 bricht der Boden des Badezimmers im Begleiterzimmer wegen Holzbockbefall der Balkenlage ein. Die Reparatur kostet 14.000 DM.

2002 wird auf Initiative von Dr. Stellmann auf der Landstraße ein Tempolimit von 80km/h im Bereich der Schullandheimes realisiert.

2005, nach 30-jähriger Tätigkeit für das Heim in Badenstedt verkauft der Elternverein der Schule Delfter Str. das Heim für einen Euro an den neu gegründeten Förderverein der Wilhelm – Kaisen - Schule für das Schullandheim Badenstedt e. V.

Seit dem sind zahlreiche Renovierungsarbeiten vorgenommen worden, so z. B. die grundlegende Sanierung der Waschräume für die Schülerinnen und Schüler. Regelmäßige Arbeitseinsätze halten Grundstück und Gebäude in Stand und so hoffen wir, dass unser Heim in Badenstedt noch viele weitere Jahre ein Ort für schöne Stunden und Tage bleibt.


9. 3. 2019  H. Schröder